die idee

"Broken" versucht auf künstlerische Weise die Vielschichtigkeit von sexueller Gewalt zu erfassen. Durch filmische Inszenierung, Tanz, Musik und Schauspiel werden Emotionen des Opfers sowie des Täters dargestellt. Durch ein Nachgespräch, das im Anschluss an die Inszenierung mit den Zuschauern, allen am Projekt Beteiligten und einem erfahrenen Supervisor stattfindet, soll das Erlebte mit wichtigen Informationen zum Thema verknüpft werden. 

 

Die Inszenierung wurde mit Hilfe von Erfahrungsberichten der Betroffenen sowie den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Täterstrategien erarbeitet. Dabei wurde Bezug auf verschiedene Studien sowie persönliche Gespräche mit Betroffenen genommen. Bereits während des Probenprozesses wurden alle Beteiligten umfangreich im Thema geschult. Unter anderem erhielten alle eine Schulung des "Menschenskinder - ihr seid stark!".

 

"Broken" soll den Besuchern ein unvergessliches Erlebnis bieten und gleichzeitig über das Thema informieren. Die Besucher können eintauchen in eine schreckliche Welt, die leider für viele Menschen bittere Realität ist. Ziel ist dabei, die Besucher nicht auf intellektueller sondern auch auf emotionaler Ebene zu erreichen. So können auch die Informationen des Nachgesprächs besser mit den erlebten Emotionen und Bildern verknüpft werden. 

 

"Broken" soll außerdem die Gefühle der Betroffenen greifbarer machen und somit als Sprachrohr für diejenigen gelten, die bereits "Opfer" sexueller Gewalt wurden. Wo den Betroffenen die Worte fehlen, versucht das Projekte eine Annäherung an das Unaussprechbare zu wagen. 

 

"Broken" soll ebenso die Sicht des Täters aufnehmen. Jeder kann Täter sein - vor allem Menschen, bei denen man es sich gar nicht vorzustellen vermag. Durch die Einarbeitung von Täterstrategien soll ein Einblick in das Innenleben eines Täters gegeben werden. Ziel ist dabei keineswegs eine Entschuldigung, sondern das Verstehen der Herangehensweise. So werden die Besucher dazu befähigt bereits sehr früh Warnzeichen erkennen zu können.